So steigen Krankenkassenprämien 2021

Im kommenden Jahr 2021 steigen die Krankenkassenprämien um durchschnittlich 0,5 Prozent. Jedoch können die Prämien von Kanton zu Kanton unterschiedlich ausfallen: So kann die Prämie zum Teil auch um ganze 2,1 Prozent steigen, aber teilweise auch um 1,6 Prozent sinken. Inwiefern das auf die Krise rund um das Coronavirus zurückzuführen ist, ist momentan noch nicht bekannt. 

Laut einer Mitteilung des Bundesamts für Gesundheit, des BAG, fällt bei einer genaueren Betrachtung der Statistiken der letzten Jahre auf, dass die Prämie 2021 im Vergleich ziemlich tief ausfällt. Lediglich im noch laufenden Jahr 2020 war der Wert um weitere 0,3 Prozent niedriger und betrug somit 0,2 Prozent. Seit 2010 stieg die Prämie eigentlich durchschnittlich um 3,2 Prozent an, wenn man noch weiter in der Zeit zurück geht, fällt auf, dass seit der Einführung der verpflichtenden Krankenpflegeversicherung im Jahre 1996 die Prämie im Mittel sogar um 3,7 Prozent angestiegen ist. 

In 9 Kantonen sinkt die Prämie, bzw. bleibt stabil 
Die durchschnittliche Prämie, welche für Erwachsene 375,40 Franken und für Jugendliche 265,60 Franken beträgt, weist eine leichte Steigerung in Höhe von 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf, während die Prämie für Kinder um 0,1 Prozent im Vergleich zum vergangenen Jahr sinkt und somit 99,70 Franken beträgt. 
In neun Kantonen, zu denen beispielsweise Zürich und Schaffhausen gehören, liegt die Anpassung der Prämie im Mittel sogar unter, bzw. bei, null Prozent. In weiteren zehn Kantonen, zum Beispiel St. Gallen, beträgt der Anstieg der Prämie zwischen null Prozent und einem Prozent. Ein Anstieg von über einem Prozent kann unter anderem das Kanton Thurgau verzeichnen.

Mit 2,1 Prozent im Durchschnitt ist , so das BAG, Tessin das Kanton mit dem höchsten Anstieg der Prämie. Danach folgen Jura ( 2,0 Prozent ) und das Wallis ( 1,6 Prozent ). Was die Deutschschweizer Kantonen betrifft, so ist dort Luzern der Spitzenreiter ( 1,4 Prozent ), gefolgt von Basel-Landschaft ( 1,3 Prozent ) und Thurgau ( 1,2 Prozent ) .

Spitzenreiter im Bezug auf die grösste Senkung der Prämie, ist Appenzell-Inerrhoden mit minus 1,6 Prozent. Auf dem zweiten Platz befindet sich Zürich ( minus 0,7 Prozent ) und auf dem dritten Platz das Kanton Neuenburg ( minus 0,2 Prozent ) . In Schaffhausen, Obwalden, Aargau und Schwyz sind um 0,1 Prozent sinkende Prämien zu verzeichnen. Stabile Prämien finden sich in Basel-Stadt und Appenzell-Auserrhoden.

Auswirkungen von Corona im Bezug auf die Prämie
Die Berechnung der Prämien für das Jahr 2021 erfolgen laut dem Bundesamt für Gesundheit insofern, dass die Kosten, die im kommenden Jahr anfallen, gedeckt werden. Inwiefern die Corona-Pandemie Auswirkungen auf das aktuelle Jahr hatte, sei im Moment nicht klar und diese Auswirkungen liessen sich auch nicht ermitteln, so das BAG. Auch eine Abschätzung der Kosten für das kommende Jahr sei allgemein schwierig zu veranschlagen. Wenn die Kosten im kommenden Jahr doch niedriger oder höher als geplant ausfallen, so würde man die Summe der Reserven entsprechend anpassen.

Generell lohnt und empfiehlt es sich aber hier, einen Krankenkassenvergleich durchzuführen und dann eventuell die Krankenkasse entsprechend zu wechseln.

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