Auf der sicheren Seite – mit einer Krankenzusatzversicherung

In der Schweiz gibt es eine für alle Bürger verpflichtende Krankengrundversicherung. Doch diese übernimmt bei weitem nicht alle Leistungen, die im Gesundheitswesen anfallen, und so empfiehlt es sich Krankenzusatzversicherungen abzuschliessen, die im Falle des Falles Finanzierungslücken schliessen können. Was passiert, wenn man keine Zusatzversicherung besitzt, das zeigt das abschreckende Beispiel von Aloys K. aus Lyss.

Ein schwerer Motorradunfall

Aloys K. ist 29 Jahre alt und begeisterter Motorradfahrer. Er liebt es, so oft wie möglich mit seiner Maschine durch die Berge zu cruisen. Doch neulich liess er es ein wenig zu schnell angehen und verlor in einer Kurve die Kontrolle über sein Motorrad. Dabei stürzte er schwer. Glücklicherweise konnten sein Helm und die Schutzkleidung das Schlimmste verhindern, aber dennoch erlitt Aloys K. einen komplizierten Schlüsselbeinbruch, Brüche an beiden Armen sowie diverse Prellungen. Weil er sich anschliessend im Spital auch noch eine Blutvergiftung zuzog, musste er dort über vier Wochen lang bleiben. Inzwischen ist Aloys K. wieder vollständig genesen, aber auf ihn kam eine hohe Eigenleistung an Spitalkosten zu, weil die Grundversicherung in diesem Bereich nicht alle Kosten übernimmt. Insgesamt musste Aloys K. weit mehr als 1000 Franken bezahlen, was ihn finanziell ziemlich herausforderte. Um künftig nicht mehr in dieselbe missliche Lage zu geraten, hat Aloys K. inzwischen eine Krankenzusatzversicherung abgeschlossen, die eine Reihe von Leistungen im Gesundheitswesen abdeckt und auch überschaubar in den monatlichen Kosten ist. 

Gut 80 Prozent der Schweizer sind schon dabei

Gut 80 Prozent der Schweizer sind schon dabei und haben sich mit einer Krankenzusatzversicherung abgesichert. So umfassen diese Zusatzversicherungen nicht nur Spitalgeld wie im Fall von Aloys K., sondern kommen auch für Zahnersatz, Brillen und Kontaktlinsen, Hauskrankenpflege, Rettungs- und Bergungskosten sowie für Behandlungen bei Psychotherapeuten auf. Ebenfalls lassen sich Kosten für Kuren oder für Behandlungen im Ausland absichern.

Die richtige Wahl treffen

In der Schweiz tummelt sich allerdings eine Vielzahl an verschiedensten Anbietern, die Krankenversicherungszusatzleistungen anbieten. Für viele Kunden fällt es daher nicht leicht, sich aus diesen Angeboten das bestmögliche für sich selbst heraussuchen, welches möglichst viele Leistungen bietet aber nur wenig kostet. Leider sind die Angebote der Versicherer nicht einheitlich, und viele Versicherungen bestehen aus einzelnen Bausteinen, die miteinander kombiniert werden müssen. Entscheidende Faktoren für die Höhe der Versicherungsprämien sind immer die Franchise, also der Betrag, der als Eigenleistung im Versicherungsfall erbracht werden muss, das Alter, die Art der Berufstätigkeit sowie auch der Wohnort. So kann es beispielsweise vorkommen, dass eine 45 Jahre alte Frau, die in Biel lebt, deutlich weniger an Prämie zahlen muss als eine Gleichaltrige aus Genf. Nicht zuletzt gibt es auch Gesellschaften, die für bestimmte Altersgruppen besondere Prämien haben. 

Sich professionelle Unterstützung holen

Wer sich künftig mit einer Krankenkassenzusatzversicherung absichern möchte, der sollte nicht einfach beim erstbesten Anbieter ein Paket abschliessen, sondern sich vorab ausführlich informieren. So gibt es Vergleichsportale, die einem helfen, einen ersten Überblick zu bekommen. Ferner ist es aber auch ratsam, sich die professionelle Beratung bei einem unabhängigen Versicherungsberater einzuholen. Diese kennen sich optimal am Markt aus und wissen, welche Bausteine bei welchem Anbieter das beste Preis-Leistungsverhältnis bieten. Eine Beratung sollten sich übrigens nicht nur Neukunden für eine Zusatzversicherung einholen. Auch Bestandskunden sollten immer wieder einmal überprüfen lassen, ob sich für ihr benötigtes Leistungsspektrum nicht ein besserer Anbieter findet, bei dem sich ein paar Hundert Franken im Jahr sparen lassen.

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